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ELTERNTALK

Zusammenfassung

ELTERNTALK – bringt Eltern ins Gespräch. ELTERNTALK will Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken und beschreitet als lebensweltorientiertes und niedrigschwelliges Präventionsangebot neue Wege in der Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern. Auf gesetzlicher Grundlage des § 14 SGB VIII (Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz) in Verbindung mit § 16 SGB VIII (Familienbildung) bietet ELTERNTALK Elterngesprächsrunden rund um die Themen Medien, Konsum, Erziehung und Suchtprävention. Dabei wird eine dialogische Haltung zugrunde gelegt. Im Sinne eines Peer-to-Peer-Ansatzes steht der Erfahrungsaustausch von Eltern mit Eltern im Mittelpunkt. Mit seiner besonderen Angebotsstruktur und aufgrund des Multiplikatorenkonzeptes erreicht ELTERNTALK Eltern aller Herkunfts- und Bildungsmilieus, sowohl in städtischen als auch ländlichen Gebieten.

Kontaktdaten

Träger:
Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V.
Straße, PLZ Ort, Bundesland:
Dom-Pedro-Straße 17, 80637 München, Bayern
Telefon:
0 89 / 12 15 73 30
Webadresse:

Projektbeschreibung

Ab welchem Alter ist ein Handy/Smartphone sinnvoll? Welche Gefahren bestehen für Kinder im Internet und wie begleite ich mein Kind im sicheren Umgang mit Internet, Tablet und Co? Wie viel Taschengeld ist ratsam? Wie kann ich Bedürfnisse meines Kindes wahrnehmen? Welchen Freiraum kann ich meinen Kindern geben, wo muss ich Grenzen setzen? Wie schütze ich mein Kind vor Alkohol und Drogen? Was stärkt unsere Kinder und was ist mir in der Erziehung besonders wichtig?
Diese und ähnliche Fragen ergeben sich im täglichen Familienleben und stellen Eltern manchmal ganz schön auf die Probe. Bei ELTERNTALK werden Themen im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes aufgegriffen und bietet Eltern die Möglichkeit über die Themen Medien, Konsum, Erziehung und Suchtvorbeugung nachzudenken und vor allem: mitzusprechen.
ELTERNTALK sind Elterngesprächsrunden für alle Eltern von Kindern von 0 bis 14 Jahren. Dabei steht der Erfahrungsaustausch von Eltern im Mittelpunkt. Daraus entwickeln sich oft neue Ideen und alltagstaugliche Lösungen. Moderiert werden die Gesprächsrunden von ehrenamtlich tätigen Müttern und Vätern, die für das Projekt geschult sind und Themenmaterialien mitbringen. ELTERNTALKs finden in kleiner Runde statt. Entweder bei Eltern Zuhause am Küchentisch oder an einem gemütlichen Ort in Wohnortnähe (z.B. Familienzentrum). Die Uhrzeit für einen ELTERNTALK suchen Mütter und Väter selbst aus. ELTERNTALK-Gesprächsrunden finden in vielen verschiedenen Sprachen statt. Eine Gesprächsrunde dauert ca. 2 Stunden. Bei Interesse finden weitere Gespräche statt. Die Teilnahme ist für alle Eltern kostenlos.
Kurze Wege, ein privater Rahmen sowie eine kleine und vertraute Runde machen ELTERNTALK aus und ermöglichen Eltern ihre Fragen zu stellen und sich aktiv am Gespräch zu beteiligen. Dadurch werden auch Zielgruppen erreicht, die sich bei institutionell gebundenen Formen der Elternbildung eher zurückhalten. Zudem erreicht ELTERNTALK aufgrund des niedrigschwelligen Multiplikatorenkonzepts und Angebots in eigener Muttersprache überproportional viele Eltern mit Migrationshintergrund.
ELTERNTALK ist ein Projekt der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. und wird aus Mitteln des Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.

Projektorganisation
ELTERNTALK ist in ein bayernweites Netzwerk eingebunden, das auf die jeweiligen, regionalen Strukturen zurückgreift und die bestehende Expertise der Fachkräfte vor Ort zur Umsetzung des Projekts nutzt. Die regionalen Partner sind aktiv eingebunden und erhalten Unterstützung und Beratung. Eine Vernetzung der beteiligten Akteure, Einrichtungen und Institutionen ist von zentraler Bedeutung.
Oben in der Organisationskette steht das Referat ELTERNTALK der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. Als Projektträger übernimmt es das landesweite Management und ist für folgende Aufgaben verantwortlich: Konzeption, Entwicklung, Steuerung, Koordination, Coaching, Evaluation und Öffentlichkeitsarbeit. Es werden regelmäßig Schulungen für die regionalen Fachkräfte durchgeführt, kultur- und milieuflexible Einstiegsmodule zu den jeweiligen Talkthemen entwickelt sowie interne Evaluationen ausgewertet.
Die regionale Organisation vor Ort besteht aus Standortpartner, Regionalbeauftragter und Moderatorinnen/Moderatoren:

Standortpartner fungieren als Vertragspartner innerhalb eines Landkreises / einer kreisfreien Stadt und sind u.a. Jugendämter, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, freie und öffentliche Familienbildungsträger, Beratungsstellen, Gesundheitsämter, Suchtberatungsstellen, Eltern-, Familien und Frauenverbände etc.

Zur Durchführung von ELTERNTALK bestellen Standortpartner eine Regionalbeauftragte/einen Regionalbeauftragten, die als pädagogische Fachkraft über gute Kenntnisse der regionalen Kinder- und Jugendhilfestruktur verfügt und einen Zugang zur Zielgruppe der Eltern hat. Regionalbeauftrage akquirieren interessierte Eltern, schulen sie zu ELTERNTALK-Modertoren und begleiten sie fachlich im weiteren Projektverlauf. Regionalbeauftragte arbeiten mit den Standortpartnern eng zusammen.

Moderatorinnen und Modertoren sind die eigentlichen Hauptakteure und besetzten die Schlüsselrolle zum Erreichen der Zielgruppen. Moderatorinnen und Moderatoren sind Mütter und Väter, die für das Projekt geschult wurden. Sie sprechen Eltern innerhalb des eigenen sozialen Umfelds an und führen ELTERNTALKs durch: „Die ideale Moderatorin ist interessiert an den ELTERNTALK-Themen, an neuen Kontakten und kann eine freundliche Gesprächsatmosphäre fördern.“

Ablauf:
Eine Moderatorin/ein Moderator sucht im Freundes- und Bekanntenkreis nach Gastgebern eines Elterntalks. Die Gastgeberin/der Gastgeber sorgt für eine geeignete Räumlichkeit, z.B. das eigene Wohnzimmer und lädt 4-6 Eltern aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zu einer Veranstaltung ein. Die Moderatorin/der Moderator führt mit einem Einstiegsmedium in das Thema ein und begleitet das nachfolgende Gespräch. Dabei steht der offene Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Aus diesen

Gesprächsrunden werden neue Gasteltern für weitere ELTERNTALK-Abende gewonnen. Die persönliche „Mund zu Mund“ Einladung schafft einen vertrauten Rahmen zum Erfahrungsaustausch. Das macht Mut aktuelle Erziehungsfragen anzusprechen, über Konflikte im Erziehungsalltag zu berichten und alltagsnahe Lösungen zu finden.

Manchmal haben Eltern nicht die Möglichkeit andere Mütter und Väter zu sich einzuladen, weil beispielsweise die Wohnung zu klein ist. Deshalb finden ELTERNTALKs auch an anderen Orten statt, die in der Nähe sind und wo Eltern sich wohlfühlen: Familienstützpunkte und Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, KITAs oder Elterncafés arbeiten oftmals mit ELTERNTALK zusammen und stellen Räumlichkeiten für Gesprächsrunden bereit.

Verbreitung
Als bayernweites Projekt wächst ELTERNTALK seit dem Projektstart 2001 kontinuierlich und hat sich mittlerweile als fester Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe in vielen bayerischen Städten und Landkreisen etabliert. Damit leistet ELTERNTALK einen wichtigen Beitrag zum erzieherischen Kinder- und Jugendschutz in ganz Bayern und stellt ein innovatives, medienpädagogisches und suchtpräventives Elternbildungsangebot bereit. Das Angebot ist für städtische und ländliche Verhältnisse geeignet.

ELTERNTALK wird von Beginn an kontinuierlich evaluiert. Hierbei ist eine anhaltende positive Entwicklung zu verzeichnen. Allein im Jahr 2016 fanden 2.540 ELTERNTALK-Gesprächsrunden statt, an denen sich 12.942 Eltern aus 85 Herkunftsländern beteiligten.

ELTERNTALK schlägt als Erfolgsmodell auch über Bayern hinaus Wurzeln. Seit 2012 gibt es ELTERNTALK in Niedersachen (http://www.elterntalk-niedersachsen.de/). 2016 ist ELTERNTALK in Nordrhein-Westfalen gestartet (http://elterntalk-nrw.de/).

Schlagwörter:

Eltern, Erziehungskompetenz, Mediennutzung, Konsumverhalten, Suchtprävention, Erziehung, Medienkompetenz, Konfliktbewältigung, Beratung, Präventionsangebot, Peer, Migrationshintergrund, Lebenslagen, lebensweltorientiert, niedrigschwellig, Integration, Migranten

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